Wie die Jungfrau zum Kinde ...
Nach über 30 Jahren beruflicher Tätigkeit im Bereich der Eingliederungshilfe und der beruflichen Rehabilitation wurde ich 2017 mit Vehemenz auf das Thema FASD gestoßen. Bis dahin war mir das Störungsbild zwar hier und da begegnet, jedoch ohne meine Aufmerksamkeit allzu sehr darauf zu richten.
Erst bei näherer Beschäftigung mit dem Thema - u.a. durch Teilnahme an den Fachkraftausbildungen in Münster (FH) und Berlin - erschloss sich mir die Relevanz der Thematik und zugleich wurde mir deutlich, dass ich - ohne es zu wissen - bereits seit vielen Jahren mit dem Personenkreis intensiv befasst hatte:
Ob als Sozialdienst in einer Einrichtung für "gefallene und gefährdete Mädchen und Frauen" oder als Leiter eines Berufsbildungswerkes, überall traf ich auf Menschen, die - mit heutiger Kenntnis - ziemlich eindeutig dieser Diagnose zuzuordnen waren.
Vor allem der Personenkreis der sog. "jungen Wilden" zu dem ich schon 2008 Fortbildungen gab, weist eine starke Überschneidung mit Menschen auf, bei denen FASD vorliegen dürfte.
